Wer sein Geld langfristig anlegen möchte, der kommt nach wie vor an Aktienfonds nicht vorbei, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Anlageklasse die besten Renditen erwirtschaftete, wenn ein Anlagezeitraum von mehr als fünf Jahren genutzt wurde. Vor allem Aktienfonds, die keinen konkreten Länderschwerpunkt haben, sondern weltweit topp Unternehmen in ihr Portfolio aufnehmen können, konnten hohe Renditen erzielen. Ihnen ist es nämlich möglich, Wirtschaftsschwächen einiger Länder (USA, Großbritannien) oder Regionen mit anderen Wachstumsmärkten (Indien, China) zu kompensieren.
Doch nicht alle weltweit investierenden Aktienfonds sind hierbei zu empfehlen. Wichtig sind in erster Linie natürlich das Fondsmanagement sowie die in der Vergangenheit erzielten Renditen. Fonds, die sehr gut gemanagt sind, können sich zum Beispiel schneller von allgemeinen Kursrückgängen erholen und erreichen meist eine überdurchschnittliche Performance. Die Angebote der Fondsgesellschaften sind jedoch sehr vielfältig, für Laien sind die Möglichkeiten nahezu unüberschaubar. Daher sollten Anleger unabhängigen Testern vertrauen, die die Fonds bewerten und abschließend die besten Fonds aufzeigen. Zu diesen unabhängigen Testunternehmen gehören zum einen Ratinggesellschaften, aber auch die Stiftung Warentest ist in diesem Bereich aktiv. Finanzberatern oder Bankberatern hingegen sollten Anleger nur bedingt vertrauen, denn sie sind häufig nur bestrebt, ihre hauseigenen Fonds zu verkaufen. Ob diese jedoch zu den Besten des Segments gehören, ist zweitrangig. Lediglich die Großbanken gehen mittlerweile dazu über, auch Fremdfonds zu verkaufen und bewerten zumindest objektiver.
Die Stiftung Warentest hat erst im Mai 2008 Aktienfonds, die weltweit investieren, bewertet. Der Sieger dieses Tests war der DWS Astra-Fonds, der sowohl in deutsche als auch internationale Aktien sowie Optionsscheine investiert. Im Vergleich zu Fonds des gleichen Sektors konnte er eine Outperformance von mehr als acht Prozent erreichen. Auch die unabhängige Agentur Morningstar gibt erstklassige Bewertungen (fünf Sterne). Der zweitplatzierte Fonds ist der FFM Fonds der Frankfurt Trust. Seine Outperformance lag bei 15%.
Unter Solarbeteiligungen versteht man die Anlage in Aktien oder sonstigen Anlageformen, die von in Solartechnik tätigen Unternehmen emittiert werden.
Solarbeteiligungen sind eine schöne Anlagealternative, wenn man in die Zukunft erneuerbarer Energien sein Vertrauen setzt. Dies sollte man allein deshalb schon tun, wenn man sich den Preis der herkömmlichen Energie in den letzen Monaten angesehen hat. Und das hat wohl jeder, der mal tanken musste oder seine Stromrechnung aus dem Briefumschlag des Energieversorgers genommen hat.
Aus diesem Elend kann man aber auch Honig saugen. Denn wenn die herkömmlichen Energien immer teurer werden, dann haben die alternativen Energien noch mehr Zukunft, denn sie werden trotz schwieriger Bedingungen mal um mal konkurrenzfähiger.
Also ran an die Solarbeteiligungen?
Hier geht es um Aktien, Anleihen, Optionsscheine und Derivate, die von Firmen angeboten werden, die mit Solartechnik wie Photovoltaik zu tun haben.
Gerade in Deutschland gibt es eine Reihe von Unternehmen, die sich schon seit längerem sehr erfolgreich auf dem Markt tummeln. Früher wurden sie belacht und jeder Häuslebauer oder Dachsanierer musste sich schämen, wenn er die Photovoltaik-Anlagen aufs Dach schraubte. Heute ist es genau umgekehrt. Wer ein neues Dach bekommt oder neu baut, bekommt gleich Besuch von den Nachbarn: „Setzen Sie auch Photovoltaik-Anlagen auf das Dach und in welchem Winkel?“
Witzbolde können ja mal versuchen zu antworten: „Nein, das ist mir zu lästig. Ich habe aber in meinen Wertpapier-Depot jede Menge von Solarbeteiligungen. Die bringen mir soviel Dividende und Zinsen ein, dass ich mir noch viel herkömmliche Energie leisten kann.“
Immer wieder suchen Anleger nach lukrativen Möglichkeiten für die Geldanlage, welche kurzfristig möglichst hohe Renditen einbringt.
Als ein mögliches Instrument neben Swaps und Futures hat sich gezeigt, dass eine lukrative Möglichkeit hierfür Zinsdifferenzgeschäfte sind. Ein sogenanntes Zinsdifferenzgeschäft liegt immer dann vor, wenn ein Anleger die Differenz der Zinssätze in unterschiedlichen Währungen nutzt, bzw. die Tatsache ausnutzt, dass ein und dieselbe Währung in verschiedenen Ländern unterschiedlich verzinst wird.
Aber wie genau läuft dies nun ab? Eigentlich ist es ganz einfach. Aktuell wäre folgendes Szenario möglich: Ein Anleger könnte zum Beispiel in Japan einen Kredit aufnehmen über 1,6 Millionen Yen, was aktuell etwa 10.000 EUR entspricht. Hierfür zahlt man aktuell in Japan 0,5% Zinsen, d.h. 8000 YEN pro Jahr (etwa 50 EUR). Nun kann der Anleger dieses Geld getauscht in EUR in Deutschland anlegen. Hierfür erhält er bei einer guten Tagesgeldanlage ca. 4% Zinsen jährlich, also 400 EUR im Jahr. Somit bleibt dem Anleger ein Gewinn aus dem Zinsdifferenzgeschäft von 400 EUR - 50 EUR = 350 EUR.
Aber Vorsicht! Eine solche Anlage birgt auch ein hohes Risiko für den Anleger. Man sollte sich nicht von den augenscheinlich risiko- und aufwandslosen Gewinnen blenden lassen. Zwar ändern sich die Zinssätze in der Regel relativ langsam, aber der Wert und auch der Gegenwert von Kredit, bzw. Anlage können sich durch Währungsschwankungen sehr schnell ändern. Wenn dann gerade die Kreditrückzahlung ins Haus steht, aber die Geldanlage in die Währung des Kredites umgerechnet nur noch die Hälfte wert ist, kann es sehr schnell unangenehm für den Anleger werden und man verliert weit mehr als nur den vermeintlichen Gewinn aus der Zinsdifferenz.
Eine solche Anlage setzt also immer Kenntnis der Materie und eine ständige Beobachtung der Marktlage voraus. Auch sollte man sich nicht lange binden, d.h. kurze Kreditlaufzeiten und eine ständig verfügbare Anlage (z. Bsp. Tagesgeld) wählen.
Garantiefonds sind Investmentfonds, die in unterschiedliche Aktienwerte investieren können. So findet man diese Fonds mit einer Ausrichtung auf europäische Aktien, auf Biotechnologie oder auch auf Unternehmen der Erdölbranche.
In jedem Fall sind die Garantiefonds im Gegensatz zu anderen Investmentfonds jedoch mit einer festen Laufzeit von meist vier bis fünf Jahren ausgestattet und bieten den Anlegern am Ende dieser Zeit die Rückzahlung ihrer eingezahlten Beiträge zu 100%. Verluste, abgesehen vom Ausgabeaufschlag des Fonds, sind also ausgeschlossen.
Garantiefonds sollen sich aus diesem Grund vor allem für Anleger eignen, die bereits negative Erfahrungen mit Aktien oder Aktienfonds machen mussten und die nun eher sicherheitsorientiert sind. Mit den Garantiefonds haben also auch diese Anleger die Möglichkeit, nahezu ohne Risiko in den Aktienmarkt zu investieren. Bei steigenden Kursen würden sie demnach von der erzielten Rendite profitieren, bei sinkenden Kursen sind sie abgesichert.
Dies ist grundsätzlich auch richtig. Da Garantiefonds ihren Anlegern jedoch die ausgewiesene Sicherheit zum Laufzeitende bieten müssen, liegen deren Renditen oft deutlich unter denen vergleichbarer offener Investmentfonds. Sie entpuppten sich in verschiedenen Tests sogar als wahre Renditekiller. Auch müssen Anleger bedenken, dass die Garantie in der Regel nicht während der Laufzeit greift. Ein vorzeitiger Verkauf ist nämlich nur zum aktuellen Tageskurs möglich, der auch weit unter der Garantieschwelle liegen kann.
Fazit: Meiner Meinung nach sind Garantiefonds lediglich für die Banken interessant, die hieran verdienen. Anleger hingegen sollten besser ihr eigenes Depot nach ihrer Risikoneigung strukturieren und mit einem Mix aus Zins- und Aktienanlagen arbeiten.
Die Unruhe an den Börsen und die negativen Aussichten in den kommenden Jahren lassen festverzinsliche und langfristige Anlagemöglichkeiten für Sparer wieder attraktiver werden. Neben dem Tagesgeldkonto zählt der Sparbrief als bewährte Anlageform, deren Rendite über Jahre hinweg absehbar ist und das Risiko dabei gegen Null tendiert.
Gerade jetzt in den stürmischen Zeiten an den Börsen und dem Wanken einiger Geldinstitute möchte man als Anleger gerne wissen, welche Rendite am Ende einer Investition absehbar ist. Da die Verzinsung des Sparbriefes von den Kreditinstituten über die gesamte Laufzeit konstant gehalten werden muss, lässt sich schon am Beginn die fällige Rendite ermitteln.
Allerdings geht ähnlich wie bei Festgeldkonten die Flexibilität verloren, lediglich bei der Auszahlung der Zinsen ist diese vorhanden. So kann man beim Abschluss eines Sparbriefes zwischen zwei Varianten wählen. So kann man sich beispielsweise die Zinsen einmal jährlich auszahlen lassen, wenn man einen Sparbrief mit einer längeren Laufzeit abgeschlossen hat, aber jedes Jahr von der Rendite profitieren möchte. Die andere Möglichkeit wäre eine Zinsauszahlung am Ende der Laufzeit, wo die gesamt auflaufenden Zinsen an den Anleger ausgezahlt werden. Diese Form der thesaurierenden Anlage ist für Anleger mit hohem persönlichem Steuersatz lohnenswert.
Negativer Aspekt des Sparbriefes ist, dass eine vorzeitige Auszahlung in keinem Fall möglich ist. Deshalb raten Banken im wieder zu Bundesschatzbriefen, wo dies möglich ist, wenn sich Anleger nicht über einen sehr langen Zeitraum sichern sind.
Für viele Anleger stellte sich zuletzt die bange Frage, wie sich ihr gut angelegtes Geld beim Fondsparen auch in Zukunft entwickeln wird. Zunächst lässt sich trotz aller Turbulenzen festhalten, dass sich die Fondspreise auch in den letzten Monaten stabil entwickelt haben.
Das Fondssparen oder die einmalige Geldeinlage in Fonds gilt in Deutschland als solide Geldanlage, denn die Portfolio enthaltenen Wertpapiere werden über einen langen Zeitraum hinweg von Experten beobachtet und nach ihrer Stabilität eingestuft. Entwickeln sie sich durchweg positiv, werden sie in Fonds für Kleinanleger aufgenommen. Selbstverständlich kann ein jeder Anleger das Risiko des Fonds wählen, dies ist sein gutes Recht, allerdings sollte man die Ratschläge eines Finanzberaters zumindest in die Entscheidung mit einfließen lassen.
Sollte sich der Fonds nicht nach den eigenen Vorstellungen entwickeln, kann man einen Fonds relativ schnell kündigen, da diese offenen Fonds über keine Mindestlaufzeit verfügen. Beim Fondssparen hingegen sieht dies etwas anders aus, denn dort investiert man den monatlich hinterlegten Betrag neu in ganz unterschiedliche Fonds. Um seine Finanzen in dieser Hinsicht im Auge behalten zu können, sollte man eine regelmäßige Rücksprache mit seiner Bank halten.
Auch in Zukunft werden die Fondspreise sich relativ stabil entwickeln, weil auch bei den Geldhäusern jetzt noch mehr auf Kontrolle gesetzt wird, um so viele Risiken wie möglich auszuschließen. Generell sollte man aber festhalten, dass bei allen Neuregelungen wie beispielsweise beim Zinsfreibetrag, eine Rücksprache mit der Bank für Sicherheit sorgen kann.
Trotz der Finanzkrise und den Turbolenzen am Aktienmarkt scheinen die Deutschen den Banken und den Investmentfirmen zu vertrauen, denn Investmentfonds werden immer beliebter. Allein seit Beginn diesen Jahren wurde über acht Milliarden Euro neu in Fonds angelegt.
Insgesamt beträgt das Gesamtvolumen bei Investmentfonds über 1,7 Billionen Euro, die sich ganz unterschiedlich verteilen. Die beliebtesten Publikumsfonds sind Aktienfonds mit einem Anteil von 31 Prozent (230 Milliarden Euro), Rentenfonds mit einem Anteil von 20 Prozent (150 Milliarden), Geldmarktfonds mit einem Anteil von 13,8 Prozent (101 Milliarden) und Immobilienfonds mit einem Anteil von 11,4 Prozent (83,4 Milliarden).
Wie der Präsident des Fondsbranchenverbandes BVI, Wolfgang Mansfeld, in den Nachrichten berichtet, befinden sich Investmentfonds in einem Wachstumssektor. Im Rückblick auf die vergangene Dekade hätte sich das Volumen in jedem Jahr durchschnittlich um zwölf Prozent erhöht und die gesamte Investitionssumme sich in diesem Zeitraum verdreifacht. Laut Angaben des BVI verfügt jeder Deutsche durchschnittlich über ein Fondsvermögen von 4.220 Euro, allerdings dürfte sich diese Summe etwas ungleicher verteilen.
Damit liegt Deutschland weit hinter den führenden Nationen wie Australien, wo ein Pro-Kopf-Fondsvolumen von 30.834 Euro existiert. Von diesen Zahlen in Sachen Finanzen ist man hierzulande noch weit entfernt, man hat aber die positive Entwicklung mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen.