Seit dem Beginn der Finanzkrise werden Schuldige gesucht. US-Pensionsfonds klagen nun gegen die Deutsche Bank und sechs weitere große Banken, weil diese nicht genügend Informationen über riskante Wetten informiert hatten.
Im Mittelpunkt steht das Unternehmen MF Global. MF Global zählte zu den größten international agierenden Finanzunternehmen. Es hat mit europäischen Staatsanleihen riskant gewettet und das Geld aus dem Fenster geworfen. Nun musste es Insolvenz anmelden. Ein Teil des aus dem Fenster geworfenen Geldes gehörte zwei US-Pensionsfonds, welche nun ihr Geld bei den verantwortlichen Instituten einklagen. Viele Anleger sehen bereits rot und wollen den ehemaligen Firmenchef verklagen. weiterlesen »
Nachdem die großen Rating-Agenturen stark verschuldeten Staaten wie Griechenland die Kreditwürdigkeit aberkannt haben, gehen sie nun gegen jene Banken vor, welche in solchen Schuldenstaaten stark engagiert waren. Der Deutschen Bank und Co. droht nun die Abstufung.
Der Name Rating-Agentur wird langsam zum Unwort des Jahres. Erst sind Rating-Agenturen daran schuld, dass der Euro kriselt und nun wollen sie die Banken in die Knie zwingen. Oder schätzen Rating-Agenturen die Lage der möglichen Kreditnehmer nur realistisch ein und zeigen an, ob miss gewirtschaftet wurde? Eine nicht leicht zu beantwortende Frage… weiterlesen »
Ein Begriff, welcher immer wieder in den letzten Wochen in der Presse gefallen ist, war der Begriff Leerverkäufe. Was ist das? Was bedeutet das? Und kann man mit Nichts Geld machen?
Im Grunde beschreibt der Begriff Leerverkauf den Verkauf von Waren, welche der Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht besitzt. Damit der Verkäufer die Ware bis zum Lieferzeitpunkt an den Käufer im Lager hat, muss er sie selber erst kaufen. Das kann zum Vorteil oder Nachteil des Verkäufers werden. weiterlesen »
Wasser ist einer der wichtigsten Rohstoffe. Gilt Wasser am Aktienmarkt als Investmentthema? Immer absurdere Blasen wurden und werden an den Märkten kreiert. Ist nun auch das Wasser dran?
Dass Wasser schon immer einer der wichtigsten Rohstoffe der Welt war, weiß man nicht erst seit heute. Je größer die Weltbevölkerung wird, umso höher dürfte der Preis auch wohl werden. Kaum verwunderlich ist, dass mit Wasser auf den Märkten heute gehandelt wird. Für kleine Anleger ist es jedoch schwer am vermeintlichen Trend teilzuhaben.
Aktien sind Anteile, beziehungsweise Beteiligungen an Unternehmen. Aktien kann man durch die Gründung einer Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), durch Erwerb auf dem Sekundärmarkt (zum Beispiel über die Börse) oder durch Erbgang erwerben.
Dabei können Aktien von natürlichen und juristischen Personen erworben werden.
Aktien bringen verschiedene Rechte und Pflichten für die Anleger und Unternehmen mit sich.
1. Dividende
Dividenden sind Gewinnbeteiligungen. Die Höhe der Dividendenausschüttungen wird bei Gewinn durch die Aktiengesellschaft von der Hauptversammlung beschlossen. weiterlesen »
Mit den weltweiten Börsencrashs wächst auch beim normalen Sparer die Unruhe. Da sich die meisten von ihnen nur sehr mit der Thematik Börse auseinander setzen, stellt sich insbesondere für sie die Frage, welche Anlagen betroffen sein könnten.
Zunächst können fast alle Anleger von staatlichen Sparprodukten aufatmen. Da die Bundesregierung die Zinsen garantiert, ist an dieser Stelle am wenigsten zu befürchten. Fast ebenso sicher sind langfristige Geldeinlagen wie Festgeld und Sparen, zwar könnte das Zinsniveau etwas absinken, jedoch bleibt der garantierte Zins erhalten.
Als krisensicher können auch Rentenfonds eingestuft werden, da hier die Banken einen Großteil in eingangs erwähnte staatliche Spareinlagen investieren. Eine absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, denn gerade bei Rentenfonds führt eine verstärkte Nachfrage zu einer sinkenden Dividende.
Ganz anders verhält es sich bei Aktienanlegern, die auf ihr Geld nicht über einen Zeitraum von zwei bis drei verzichten können. Sie sollten schleunigst den Weg zu ihrem Berater machen, denn kurzfristig sieht es an der Börse nach erheblichen Kursverlusten aus. Gestern beispielsweise waren insbesondere die Banktitel vom Preisverfall betroffen, so verlor die Commerzbank mehr als 15 Prozent und selbst der Marktführer Deutsche Bank musste einen Verlust von acht Prozent in Kauf nehmen.
Ein Platzen der Immobilienblase wie in den USA wird es hierzulande nicht geben. Hier haben nur sehr wenige Menschen auf das Steigen der Preise spekuliert, weshalb der deutsche Immobilienmarkt fast unabhängig agiert. Somit hat dieser Börsencrash dahingehend keine Auswirkungen.
Credit Suisse - Das Traditionsunternehmen aus der Schweiz musste 2007 eines der schwierigsten Jahre seiner Geschichte verkraften. Auch 2008 scheint zunächst keine Erholung zu bringen, jedoch sind die Ursachen unterschiedlicher Natur. Während im vergangenen Jahr die Bankenkrise für ein Milliardenloch bei der Credit Suisse verantwortlich war, ist es 2008 eher der generelle Abwärtstrend aufgrund der wirtschaftlichen Lage.
Unter Solarbeteiligungen versteht man die Anlage in Aktien oder sonstigen Anlageformen, die von in Solartechnik tätigen Unternehmen emittiert werden.
Solarbeteiligungen sind eine schöne Anlagealternative, wenn man in die Zukunft erneuerbarer Energien sein Vertrauen setzt. Dies sollte man allein deshalb schon tun, wenn man sich den Preis der herkömmlichen Energie in den letzen Monaten angesehen hat. Und das hat wohl jeder, der mal tanken musste oder seine Stromrechnung aus dem Briefumschlag des Energieversorgers genommen hat.
Aus diesem Elend kann man aber auch Honig saugen. Denn wenn die herkömmlichen Energien immer teurer werden, dann haben die alternativen Energien noch mehr Zukunft, denn sie werden trotz schwieriger Bedingungen mal um mal konkurrenzfähiger.
Also ran an die Solarbeteiligungen?
Hier geht es um Aktien, Anleihen, Optionsscheine und Derivate, die von Firmen angeboten werden, die mit Solartechnik wie Photovoltaik zu tun haben.
Gerade in Deutschland gibt es eine Reihe von Unternehmen, die sich schon seit längerem sehr erfolgreich auf dem Markt tummeln. Früher wurden sie belacht und jeder Häuslebauer oder Dachsanierer musste sich schämen, wenn er die Photovoltaik-Anlagen aufs Dach schraubte. Heute ist es genau umgekehrt. Wer ein neues Dach bekommt oder neu baut, bekommt gleich Besuch von den Nachbarn: „Setzen Sie auch Photovoltaik-Anlagen auf das Dach und in welchem Winkel?“
Witzbolde können ja mal versuchen zu antworten: „Nein, das ist mir zu lästig. Ich habe aber in meinen Wertpapier-Depot jede Menge von Solarbeteiligungen. Die bringen mir soviel Dividende und Zinsen ein, dass ich mir noch viel herkömmliche Energie leisten kann.“
Wenn Sie diesen Artikel lesen können, bedeutet das, dass Ihr Internet-Anbieter noch nicht Konkurs angemeldet hat - Herzlichen Glückwunsch! Auch Ihr Stromversorger kann sich halten; was freilich naheliegend ist, denn die Nachfrage nach seinen Diensten ist relativ kursunabhängig. Vielleicht wurde das Ende der (Finanz-)Welt im letzten Moment doch noch abgesagt.
Trotzdem - Allen anderen geht’s schlecht: Aus Angst vor einer plötzlichen, weltweiten Rezession sind Aktienkurse in Neu Delhi, Hongkong, Tokio, Sydney, und natürlich auch in den Vereinigten Staaten und in Europa eingebrochen. Im schlimmsten Fall - sollte die Krise anhalten - hat die bloße Angst vor einer Rezession eine echte Rezession bewirkt.
Experten jedenfalls sehen schwarz. Koji Takeuchi, Chef-Analyst des Mizuhu-Forschungsinstituts in Tokio, sagte dem “Spiegel”: “Solange wir nicht einige positive ‘Schockeffekte’ wie etwa drastische Maßnahmen der US-Regierung bekommen, gibt es keine Hoffnung auf eine Kurserholung.”
Nun lebt das Börsengeschehen ja von Spekulation. Drastische Warnungen wie die des Herrn Takeuchi erzielen nicht zuletzt einen psychologischen Effekt; dienen also dazu, das Schlimmste zu verhindern. Bis auf Weiteres, heißt es an anderer Stelle, sei vor allem Ruhe zu bewahren - denn ob das, was wir im Augenblick erleben, der Beginn einer langanhaltenden Krise ist, oder nur ein kurzzeitiger Schock, erweist sich - wie immer - erst im Nachhinein.
Der nachbörsliche Kurs der Aktien der US-Café-Kette Starbucks stieg um bis zu 8,9%, als am Montagabend bekannt wurde, dass der bisherige Konzernchef Jim Donald seinen Posten aufgibt. An seine Stelle rückt Firmengründer Howard Schultz. Und der kündigte gleich an, dass er einen deutlichen Strategiewechsel anstrebt.
Den hat die angeschlagene Kette auch bitter nötig: Waren die Aktien bis ins Jahr 2006 noch schier unaufhaltsam gestiegen, brach der Kurs in den letzten zwei Jahren um mehr als die Hälfte ein. Experten sehen dafür mehrere Gründe: Zum Einen habe Starbucks zu schnell und zu aggressiv expandiert, außerdem sei die Preispolitik des Unternehmens nicht
konkurrenzfähig, und nicht zuletzt sei die Aktie in den ersten Börsenjahren schlichtweg überschätzt worden. Ganz zu schweigen von dem beträchtlichen Image-Schaden, den die Kette nahm, als verschiedene Reportagen die Bedingungen des Kaffeeanbaus für den Konzern offenlegten. Starbucks gelobte Besserung und informiert inzwischen in nahezu allen Filialen über die fairen, gerechten Preise, die das Unternehmen seinen Kaffeebauern zahlt. Nachwirkungen des Skandals sind aber nicht abzustreiten; schon allein, weil meine Freundin sich seither konsequent weigert, Starbucks-Kaffee zu trinken…
Der kritischen Diagnose entsprechen Schultz’ Pläne: In den USA soll Starbucks fortan langsamer, dafür aber effizienter wachsen. Dazu gehört auch, dass unrentable Filialen wieder geschlossen werden. Tatsächlich sind in den USA - stärker noch als in Europa - oft mehrere Starbucks-Läden an einem Standort positioniert und ruinieren sich gegenseitig das Geschäft. Außerdem will der Firmengründer das Auslandsgeschäft deutlich ausweiten. Starbucks würde so von dem schwachen Dollar profitieren. Problematisch ist allerdings nach wie vor die Preispolitik des Unternehmens, das im Vergleich zu anderen Café-Ketten beträchtlich teurer ist. Zumal mit McDonald’s einer der Hauptkonkurrenten jüngst angekündigt hat, seine Filialen in den USA konsequent mit Kaffeebars auszustatten. In Europa ist das längst gang und gäbe.
Inwieweit die Aktie sich indes erholen wird, bleibt offen - dass sie jemals ihre Rekordmarken der vergangenen Jahre wieder erreicht, ist freilich zu bezweifeln. Howard Schultz muss nun das Kunststück gelingen, aus einem Unternehmen, das zwischenzeitlich zu einer unkontrollierbaren Seifenblase mutierte, wie einen rentablen, stabilen Konzern zu machen.