Da man sich in naher Zukunft damit auseinandersetzen muss, dass die staatlichen Renten immer geringer ausfallen und Rentenerhöhungen fast vollständig von der Inflation egalisiert werden, werden langfristige Rentenanlagen immer attraktiver. Eine Form, die besonders auch vom Staat gefördert wird, ist die Riester-Rente, für die es im Jahr weitere Neuerungen gab.
Gerade Familien werden für jedes Kind belohnt, denn für jedes von ihnen gibt es extra Zulagen. Eine Riester-Rente garantiert im Alter ein zusätzliches Einkommen. Die Auswahl der Riester-Produkte ist in jüngster Zeit enorm gestiegen, weshalb man sich genötigt sah, eine Zertifizierung einzuführen, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vergeben wird. Da nur jene Angebote ein Zertifikat erhalten und gefördert werden, die gewisse vertragliche Standards wie Kapitalgarantie, übersichtliche Abschlusskosten, lebenslange Rentenzusage sowie Mindestlaufzeiten einhalten, wird schon eine Vorauswahl getroffen. Trotzdem ist es lohnenswert einen Finanzberater oder einen Tarifrechner zu Rate zu ziehen.
Für die Riester-Rente gibt es drei grundlegende Modelle, eine private Rentenversicherung, einen Bausparplan oder ein Fondsparplan. Diese besitzen ganz unterschiedliche Vor- und Nachteile, können aber auch sehr gut mit anderen Versicherungen kombiniert werden. Der Staat fördert diese Form des Rentensparens mit einer Grund- und Kinderzulage. So erhält man ab 2008 154 Euro pro Person und 185 Euro pro Kind. Außerdem erhalten Personen, die jünger als 21 Jahre sind, eine Starteinlage von 100 Euro.
Als besonderer Nachteil der Riester-Rente gilt, dass sie im Alter voll versteuert werden muss. Zudem muss der Sparer seit 2008 mindesten vier Prozent als Mindesteigenbetrag in das Riester-Sparen einbezahlen.
Das Rentensparen wird immer noch von sehr vielen Menschen unterschätzt. Um sich eine solide Altersvorsorge zu sichern, sollte man schon in jungen Jahren Gas geben, um später ausreichend abgesichert zu sein.
Viele Menschen sehen in einer Immobilie die ideale Anlagemöglichkeit für ihr Geld und damit eine perfekte Altersvorsorge. Dies gilt auch, seit die Eigenheimzulage gestrichen wurde. Angesichts steigender Mietpreise kann es sich als überaus günstig erweisen, in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Sicher, es bleiben diverse Kosten bestehen, wie die anfallenden Grundstückssteuern oder die normalen Nebenkosten. Wird jedoch ein Kredit abbezahlt, mit dem die Immobilie finanziert wird, wirtschaftet der Immobilienbesitzer gewissermaßen in die eigene Tasche. Das heißt, das Geld, das er für den Kredit ausgibt, spart er auf der anderen Seite für die Mietzahlungen, die ebenfalls monatlich anfallen würden.
Eine Immobilie muss aber nicht nur als Altersvorsorge gelten. Sie ist auch eine gute Möglichkeit, einen Gewinn durch Verkauf zu erwirtschaften. Dabei gilt es aber, einige Dinge zu beachten. Beispielsweise ist der Standort der Immobilie sehr wichtig, denn an einem ungünstigen Standort ist der Kaufpreis vielleicht niedrig, dafür kann auch kein hoher Verkaufspreis erzielt werden. Auch der Zustand von Haus oder Wohnung beim Kauf ist wichtig, weil die Renovierungskosten im schlimmsten Fall den Kaufpreis verdoppeln können. Weiterhin sollte die Größe des Hauses oder der Wohnung beachtet werden, denn ungenutzter Raum in einer zu groß gewählten Immobilie ist nur ein Kostenfaktor. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Immobilie nicht zu schnell wieder veräußert wird. Es sollten schon mehrere Jahre zwischen Kauf und Verkauf liegen, da sonst schnell unterstellt wird, dass der Immobilienbesitzer den Verkauf gewerblich tätigt, wodurch zusätzlich Steuern anfallen würden.
Insgesamt kann man sagen, dass eine Immobilie eine gute Anlagemöglichkeit ist, wenn man einige Dinge beachtet. Außerdem ist es von Vorteil, wenn bereits ein gewisses Eigenkapital vorhanden ist, um nicht sämtliche Kosten über einen Kredit finanzieren zu müssen. An diesem verdienen schließlich die Banken immer mit, was den eigenen Gewinn schmälert.
Nähere Informationen zur Kapitalanlage gibts es hier bei Immowelt.