Finanzwetter

Tops und Flops aus der Welt der Finanzen
 


Offensichtlich will die Allianz, als Hauptanteilseigner der Dresdner Bank, bereits am kommenden Sonntag darüber entscheiden, wer den Zuschlag erhält.
Dresdner Bank wird verkauft © Flickr /loop_ohAngebote gibt es von der Commerzbank, aber auch von der chinesischen Staatsbank: China Development Bank (CDB).

Das Problem war entstanden, da die Dresdner Bank immer tiefer in die roten Zahlen gerutscht war und die Allianz dies nicht länger tragen wollte. Daher soll zumindest teilweise die Dresdner Bank veräußert werden.

Tatsache ist, dass die CDB deutlich mehr Geld auf den Tisch legen will, als das die Commerzbank überhaupt könnte. Darüber hinaus wollen die Chinesen bar bezahlen.

Ein weiteres Argument, das für das fernöstliche Angebot zählt, ist, dass diese vermutlich auch mehr Arbeitsplätze erhalten würden. Die Commerzbank, das berichtet das “Handelsblatt“, überlegt bei einer Übernahme rund 9.000 Arbeitsplätze abschaffen.


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Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich flickr ©Robert Scarth

Credit Suisse - Das Traditionsunternehmen aus der Schweiz musste 2007 eines der schwierigsten Jahre seiner Geschichte verkraften. Auch 2008 scheint zunächst keine Erholung zu bringen, jedoch sind die Ursachen unterschiedlicher Natur. Während im vergangenen Jahr die Bankenkrise für ein Milliardenloch bei der Credit Suisse verantwortlich war, ist es 2008 eher der generelle Abwärtstrend aufgrund der wirtschaftlichen Lage.

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Deutsche Bank und Enron: Einigung

Autor: Marcus
abgelegt in: News

Nachdem der Energiehändler Enron, vormals siebtgrößter Konzern der Vereinigten Saaten, im Dezember 2001 nach dem Bekanntwerden umfassender Bilanzfälschungen Konkurs angemeldet hatte, begann die Nachfolgefirma Enron Creditors Recovery einen Feldzug für Gerechtigkeit, indem sie kurzerhand alle Geldinstitute verklagte, die Enron bei der Schönfärberei der Bücher geholfen haben sollen. Darunter auch die Deutsche Bank. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat man sich vor Kurzem auf einen Vergleich geeinigt. Das deutsche Geldinstitut verzichtet auf 416 Millionen Dollar, erhält aber immerhin 35 Millionen für drei “komplexe Transaktionen”.  Aus Expertenkreisen heißt es, die Deutsche Bank wolle mit dem Vergleich die zu erwartenden Prozesskosten verhindern.  Für Enron Creditors Recovery ist es die zehnte Einigung mit einem Geldinstitut; insgesamt elf Milliarden Dollar konnten bereits für die Gläubiger gewonnen werden. Die Deutsche Bank hat den Vergleich bislang nicht kommentiert. Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, weist das Geldinstitut in den Gerichtsunterlagen aber jede Schuld von sich. Ende gut, alles gut? … Die Finanzwelt atmet - vorerst - auf: Eines der unangenehmsten Kapitel in der Geschichte der Deutschen Bank scheint beendet.


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Die Bank des Südens

Autor: Marcus
abgelegt in: Interessant

Ein Akt der wirtschaftlichen Emanzipation? Bestimmt.

Eine schallende Ohrfeige für die Lateinamerika-Politik der USA? Auch das.

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Paraguay, Uruguay und Venezuela gründen die “Bank des Südens” (Banco del Sur). Die neue Entwicklungsbank soll die Wirtschaft Lateinamerikas stärken - ohne politische oder wirtschaftliche Auflagen. Damit befreien die lateinamerikanischen Sieben sich von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond (IWF), deren Kreditpraxis als unangemessene politische Einmischung empfunden wird. Die Kredite der “Bank des Südens” sollen in erster Linie dem Straßenbau, karitativen Einrichtungen und der Bekämpfung der Armut im Allgemeinen dienen. Ob das Startkapital von etwa sieben Milliarden Dollar - größte Finanzspritzen geben Brasilien und Venezuela - dazu ausreicht? Die Kreditvergabe, war vorab zu hören, soll sich im Großen und Ganzen an der anderer Weltbanken orientieren.

Die Gründungszeremonie wurde am Wochenende vom argentinischen Präsidenten Kirchner geleitet; schillerndster Redner war aber, einmal mehr, der venezuelanische Präsident Hugo Chavez. Er nutzte die Veranstaltung, um die Weltbank, den Internationalen Währungsfond und, natürlich, die USA scharf anzugreifen. Die Bank des Südes biete erstmals eine faire Kreditquelle für Lateinamerika. Der Internationale Währungsfond, so Chavez, habe der Region nur “Hunger, Unglück, Armut und Gewalt” gebracht. Das ist polemisch formuliert, aber vielleicht ist ein Fünkchen Wahrheit dran.

Weder Weltbank, noch IWF betrachten die Bank des Südens als Konkurrent; sie wird gar als positive Initiative zu mehr wirtschaftlicher Zusammenarbeit auf dem südamerikanischen Kontinent betrachtet. Bleibt abzuwarten, wie die “Banco del Sur” sich entwickelt.


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