Finanzwetter

Tops und Flops aus der Welt der Finanzen
 


Pferderennen flickr ©ian ransley

Der gemeinsame Charakter von Pferdewetten und Börsenanlagen lässt sich auf den ersten Blick keinesfalls verleugnen, wieso also nicht beides miteinander verbinden?

Dies dachte sich Michael Iavarone auch und möchte demnächst einen 140 Millionen Dollar schweren Hedgefonds auf die Beine stellen. Das Problem für Iavarone ist allerdings sein Ruf, wo 1999 an der Wall Street Aktien im Namen eines Kunden kaufte, wovon dieser nichts wusste, um im Anschluss vom gestiegenen Preis zu profitieren und seine eigenen Aktien zu verkaufen begann. Das Problem für den Kunden – seine Aktien waren kaum noch etwas wert. Iavarone wurde betraft und trat im Jahr 2000 seinen Rückzug vom Börsenparkett an.

Nun möchte sich der Pferdenarr mit seiner innovativen Idee wieder auf das Finanzparkett begeben und dabei helfen soll die von ihm gegründete International Equine Acquisitions Holding (IEAH), die er nach einem holprigen Start zu einer lukrativen Firma wandelte.

Wie viele Leute aber auf die Idee von Iavarone einsteigen, kann man im Voraus schlecht vorhersehen. Die Aussicht auf eine lohnenswerte Rendite hat schon so manchen Spekulanten ins Boot gelockt und Geld in Rennpferde investieren klingt zunächst gar nicht so abwegig, zumal der sich in dem Besitz befindliche Hengst „Big Brown“ momentan von Sieg zu Sieg eilt.


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Den Börsianern stand gestern schon wieder der Angstschweiß auf der Stirn, als bekannt wurde, dass Post-Chef Zumwinkel im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung in den Fokus der Justiz geraten war. Erleichtert konnte man feststellen, dass die Postaktie und ihr nahestehende Wertanlagen nicht auf den Skandal reagierten und konstant blieben.

Dass Zumwinkel seinen Job als Post-Chef aufgeben würde war nur eine Frage der Zeit, weshalb auch heute die Bundesregierung und die Postverantwortlichen den Rücktritt des Post-Chefs heute ohne Vorbehalte akzeptierten. Auch die Veröffentlichung der Rekordbilanz der Postbank konnte Zumwinkel in diesem Zusammenhang auch nicht mehr retten. Wie bekannt wurde, hat die Postbank im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals einen Gewinn von einer Milliarde vor Steuern erzielt und war damit ähnlich erfolgreich wie anderen deutschen Geldinstitute, die der Finanzkrise erfolgreich trotzten.

Die Frankfurter Börse, immerhin die bedeutendste deutsche Börse reagiert in den letzten Wochen sehr empfindlich auf schlechte Nachrichten. Sollten sich die Börsianer mit ihren Prognosen noch öfter verspekulieren, wird es in naher Zukunft wieder sehr viele Stellenangebote in Frankfurt geben. Momentan vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Skandal die Finanzwelt erschüttert, auch wenn gerade die Commerzbank und die Deutschen Bank mit Rekordgewinnen sämtliche Anleger überraschten.


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Weltweite Finanzkrise?

Autor: Marcus
abgelegt in: Interessant, News

Wenn Sie diesen Artikel lesen können, bedeutet das, dass Ihr Internet-Anbieter noch nicht Konkurs angemeldet hat - Herzlichen Glückwunsch! Auch Ihr Stromversorger kann sich halten; was freilich naheliegend ist, denn die Nachfrage nach seinen Diensten ist relativ kursunabhängig. Vielleicht wurde das Ende der (Finanz-)Welt im letzten Moment doch noch abgesagt.

Trotzdem - Allen anderen geht’s schlecht: Aus Angst vor einer plötzlichen, weltweiten Rezession sind Aktienkurse in Neu Delhi, Hongkong, Tokio, Sydney, und natürlich auch in den Vereinigten Staaten und in Europa eingebrochen. Im schlimmsten Fall - sollte die Krise anhalten - hat die bloße Angst vor einer Rezession eine echte Rezession bewirkt.

Experten jedenfalls sehen schwarz. Koji Takeuchi, Chef-Analyst des Mizuhu-Forschungsinstituts in Tokio, sagte dem “Spiegel”: “Solange wir nicht einige positive ‘Schockeffekte’ wie etwa drastische Maßnahmen der US-Regierung bekommen, gibt es keine Hoffnung auf eine Kurserholung.”

Nun lebt das Börsengeschehen ja von Spekulation. Drastische Warnungen wie die des Herrn Takeuchi erzielen nicht zuletzt einen psychologischen Effekt; dienen also dazu, das Schlimmste zu verhindern. Bis auf Weiteres, heißt es an anderer Stelle, sei vor allem Ruhe zu bewahren - denn ob das, was wir im Augenblick erleben, der Beginn einer langanhaltenden Krise ist, oder nur ein kurzzeitiger Schock, erweist sich - wie immer - erst im Nachhinein.


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