Die Finanzkrise hat das Gleichgewicht im Euro-Raum ins Wanken gebracht und böse Stimmen sprechen bereits von einer bevorstehenden Inflation. Doch das Beantworten der Frage in wie weit die Inflationsrate steigen wird, ist pure Spekulation.
Die momentane Inflationsrate liegt bei etwa 2,6 Prozent in Deutschland. Das ist sogar unterhalb des europäischen Durchschnitts. Insgesamt haben sich die Preise für die einzelnen Bereiche unterschiedlich erhöht. Magarine wurde beispielsweise um 23 Prozent teurer. Kartoffeln oder Eisbergsalat verloren hingegen etwa um 20-30 Prozent an Wert. weiterlesen »
Eine Reaktion der EZB auf die momentane Situation im Euroraum war lange notfällig und auch schon von einigen gefordert. Draghi, der erst kurz im Amt ist, senkt den Leitzins. Was bedeutet das für uns? Und warum sollte man sich darüber freuen?
Kurz nach der Leitzinssenkung springt der Dax hoch und der Euro verliert an Wert. Was ist daran toll? Ganz einfach. Deutschland als exportstarke Nation geht es wirtschaftlich besser, wenn der Euro nicht zu hoch ist. Wird der Euro teurer kaufen die Staaten außerhalb der EU weniger Produkte aus dem EURO-Raum und somit auch weniger aus Deutschland. Also wird nicht mehr so viel produziert, weil man die Waren nicht loswird. Sinkt der Wert des Euro können die Nicht-Euro-Länder mehr kaufen. Das freut Deutschland und den Dax auch. Aber nicht nur Deutschland freut sich, sondern auch andere EU-Staaten mit Euro. weiterlesen »
Dem Pfund stehen schwere Zeiten bevor. Um die Konjunktur anzukurbeln, kauft die Bank of England Wertpapiere im Wert von 75Mrd. Pfund und pumpt damit ordentlich viel Geld in den Markt. Steht den Engländern deshalb bald eine Inflation bevor?
Wenn eine Bank die Notenpresse anwirft, dann kann das böse Folgen haben. Derzeit liegt der Pfund bei 1,15 Euro. Bisher spricht die Notenbank von geringen Teuerungsraten, welche auf die Briten zukommen werden. Derzeit beläuft sich die Zahl auf 5%. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise aber schon um 4,5 Prozent gestiegen. Das sieht nicht gut für die Inselbewohner aus. weiterlesen »
Alles wird teurer und der Euro verliert an Wert – das ist Inflation in Deutschland. Und ein Ende ist nicht in Sicht, denn die Preise sind im letzten Jahr um weitere 2,4 Prozent für die Verbraucher gestiegen. Grund dafür sind die stark gestiegenen Energiepreise. Der Heizölpreis verzeichnete eine Teuerung von ganzen 27 Prozent im Vergleich zum April 2010.
Die Analyse der Bundesbehörde für Statistik ergab in diesem Jahr, dass besonders Produkte des täglichen Bedarfs den Verbraucher jetzt mehr Geld kosten. Die gefühlte Teuerung wird sich also weit mehr als der statistisch angegebene Preishorror von 2,4 Prozent auswirken. Trotz wirtschaftlicher Erholung erleiden Arbeitnehmer Reallohnverluste.
Die Inflation fällt deutlich stärker aus als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag bekanntgab, lagen die Preise im November 2007 rund 3,1% über denen des Vorjahresmonats. Damit hat die Inflation zum ersten Mal seit 1994 wieder die 3-Prozent-Marke überschritten. Mehr als die Hälfte der Inflationsrate sei auf steigende Preise in zwei Bereichen zurückzuführen: Energie und Lebensmittel.
3,1% entsprechen einer drastischen Steigerungsrate. Die Europäische Zentralbank definiert die 2-Prozent-Marke als Grenzwert für stabile Preise. Allerdings ist die Inflation freilich nicht hausgemacht - die Rohstoffkrise hält momentan die Weltwirtschaft insgesamt in Atem. Der miserable Dollar-Kurs trägt seinen Teil zur Eskalation bei.
So haben sich die Preise für Heizöl im vergangenen Jahr um rund ein Viertel gesteigert. Die verschiedenen Fahrzeugkraftstoffe verzeichneten eine Teurungsrate von fast 20%. Gleichzeitig stiegen die Preise für Butter um fast die Hälfte (erinnert sich noch jemand an die Geschichte von den “Butterbergen” der Europäischen Union?), Milchprodukte und Eier verteuerten sich um etwa 16%.
Von einer weiter steigenden Inflationsrate ist auszugehen. Mal schauen, welche Branche als nächstes streikt.