Laut einer Meldung von noows.de konnte das Online-Einkaufsportal Amazon im zweiten Quartal 2008 eine Umsatzsteigerung von 41 Prozent verbuchen. Das entspricht einer Steigerung von 4,1 Milliarden Dollar. Es scheint, als wäre die Steigerung auf den schwachen internationalen Dollar und den Verkauf von Amazons DVD-Verleihgeschäft zurückzuführen.
Eine Steigerung war zu erwarten. Schließlich ist Amazon neben Google und Youtube eins der Unternehmen, die am stärksten expandieren.
Dass das Plus aber so stark ausfällt, war nicht direkt zu erwarten. Das dürfte ein paar Anleger ganz schön aufscheuchen, die Amazon schon zum alten Eisen zählen wollten.
Ein Unfall bei der Produktion des neuen Flagschiffs der Boeing-Gesellschaft, des Superjets Boeing 787 “Dreamliner“, könnte den Produktionsablauf drastisch verzögern.
Das vierte Exemplar der Produktionslinie wurde beschädigt. Damit sei der Jungfernflug des ersten Exemplarers nicht gefährdet, aber die Testreihen könnten sich verzögern, so eine Sprecherin des Konzerns. Wenn sich die Testreihen verschieben würden, dann würde das den finalen Auslieferungstermin ebenfalls verzögern.
Boeing hatte das Flugzeug am 8. Juli 2007 der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Ziel bei der Entwicklung der “Dreamliner” ist es, ein möglichst energiesparendes und kostengünstiges Zweistrahl-Flugzeug zum Transport von 200-300 Personen zu schaffen. Zu diesem Zweck besteht der Rumpf der Boeing 787 aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Die “Dreamliner” ist das einzige Flugzeug weltweit, welches diese Technologie im Rumpfdesign verwendet. Durch die starke Gewichtsreduktion verbraucht das Verkehrsflugzeug weniger Treibstoff.
Die 787 Dreamliner wurde in Konkurrenz zur A380 von Airbus entwickelt. Beide Unternehmen hatten jedoch in der Entwicklung mit massiven Hürden und Terminverschiebungen zu kämpfen.
Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Konjunktur-Inkonsistenz in beiden Flugzeugbau-Unternehmen nicht fortsetzt.
Quelle: Focus
Microsoft könnte sich vergoogelt haben.
Mircosoft hat in der vergangenen Woche 45 Milliarden Dollar für den Internet-Konzern Yahoo geboten. Dollar, wohlgemerkt, und die sind bekanntlich bald nicht mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt werden.
Jetzt ist durchgesickert, dass der Google-Chef Eric Schmidt dem Yahoo-Mitgründer Jerry Yang seine - wie der “Spiegel” sagt - “Hilfe in jeder Sicht” angeboten hat, um die feindliche Übernahme durch Microsoft zu verhindern.
Das ist eine begrüßenswerte Maßnahme; wäre doch das Monopol, welches Microsoft durch den Besitz Yahoos erlangen würde, mehr als bedrohlich. Und, mal ehrlich - wenn ich mich frage, wie dieser Konzern mein Leben verbessert hat, fällt mir außer “Age of Empires 2” eigentlich nicht viel ein.
Dass Googles Schmidt nicht aus Altruismus oder, noch schöner, um die Marktwirtschaft selbst zu retten, handelt, ist klar: Denn eine Fusion von Microsoft und Yahoo würde Google in arge Bedrängnis bringen. Zurzeit mag der Suchmaschinenriese noch im Besitz des Heiligen Grals - sinnvoller Werbemöglichkeiten im Internet - sein; gegen Microo hätte er freilich einen schweren Stand.
Wie denn konkret die angebotene Hilfe aussehen könnte, war nicht zu erfahren. Ob Google sich aufraffen könnte, ein Gegengebot zu lancieren, ist wohl eher fraglich. Feindliche Übernahmen lassen sich auch anders verhindern.
Im Sinne des Marktes wäre, dass Schmidts Taktik, worin sie auch besteht, von Erfolg gekrönt würde. Manche Zeitungen befürchten, dass Microsoft zusammen mit Yahoo sein Monopol brutal ausbauen könnte; beispielsweise, indem Microsoft-Produkte wie Windows (wie, das kennen Sie nicht?
) nur noch eine Reihe zulässiger E-Mail-Provider unterstützen o. ä.
Und das wäre nun wirklich nicht schön.
Der nachbörsliche Kurs der Aktien der US-Café-Kette Starbucks stieg um bis zu 8,9%, als am Montagabend bekannt wurde, dass der bisherige Konzernchef Jim Donald seinen Posten aufgibt. An seine Stelle rückt Firmengründer Howard Schultz. Und der kündigte gleich an, dass er einen deutlichen Strategiewechsel anstrebt.
Den hat die angeschlagene Kette auch bitter nötig: Waren die Aktien bis ins Jahr 2006 noch schier unaufhaltsam gestiegen, brach der Kurs in den letzten zwei Jahren um mehr als die Hälfte ein. Experten sehen dafür mehrere Gründe: Zum Einen habe Starbucks zu schnell und zu aggressiv expandiert, außerdem sei die Preispolitik des Unternehmens nicht
konkurrenzfähig, und nicht zuletzt sei die Aktie in den ersten Börsenjahren schlichtweg überschätzt worden. Ganz zu schweigen von dem beträchtlichen Image-Schaden, den die Kette nahm, als verschiedene Reportagen die Bedingungen des Kaffeeanbaus für den Konzern offenlegten. Starbucks gelobte Besserung und informiert inzwischen in nahezu allen Filialen über die fairen, gerechten Preise, die das Unternehmen seinen Kaffeebauern zahlt. Nachwirkungen des Skandals sind aber nicht abzustreiten; schon allein, weil meine Freundin sich seither konsequent weigert, Starbucks-Kaffee zu trinken…
Der kritischen Diagnose entsprechen Schultz’ Pläne: In den USA soll Starbucks fortan langsamer, dafür aber effizienter wachsen. Dazu gehört auch, dass unrentable Filialen wieder geschlossen werden. Tatsächlich sind in den USA - stärker noch als in Europa - oft mehrere Starbucks-Läden an einem Standort positioniert und ruinieren sich gegenseitig das Geschäft. Außerdem will der Firmengründer das Auslandsgeschäft deutlich ausweiten. Starbucks würde so von dem schwachen Dollar profitieren. Problematisch ist allerdings nach wie vor die Preispolitik des Unternehmens, das im Vergleich zu anderen Café-Ketten beträchtlich teurer ist. Zumal mit McDonald’s einer der Hauptkonkurrenten jüngst angekündigt hat, seine Filialen in den USA konsequent mit Kaffeebars auszustatten. In Europa ist das längst gang und gäbe.
Inwieweit die Aktie sich indes erholen wird, bleibt offen - dass sie jemals ihre Rekordmarken der vergangenen Jahre wieder erreicht, ist freilich zu bezweifeln. Howard Schultz muss nun das Kunststück gelingen, aus einem Unternehmen, das zwischenzeitlich zu einer unkontrollierbaren Seifenblase mutierte, wie einen rentablen, stabilen Konzern zu machen.